SODA LECTURES | Corporeal Matters: a lecture series on the diagnostic capacities of bodies

©Marwa Arsanios
>©Marwa Arsanios

 

Corporeal Matters: eine Vortragsreihe über die ‚diagnostischen‘ Fähigkeiten von Körpern
Kuratiert von Prof. Dr. Sandra Noeth 

 

Körper - und ihre künstlerischen Artikulationen - sind zentral, um die komplexen Umfelder, in denen wir heute leben, zu begreifen: sie entfalten ihre ‚diagnostischen‘ Fähigkeiten, indem sie sich die vielschichtigen Bedingungen, die unser Zusammenleben ausmachen, aneignen, sie rekonstruieren und reflektieren und sie zur Spekulation und Imagination freigeben. Kleinteilig, im Alltag, oder auf globaler Ebene treten Körper in den symbolischen und physischen Territorien die von Machtvektoren wie Nationalität, Souveränität und Normalität durchzogen sind, gleichermaßen als Zeugen, Dokumente und Agenten auf. Dabei ermöglichen sie uns keinen unmittelbaren oder ‚authentischen‘ Zugang zur Realität, sondern fordern uns auf, die Rolle von Körperlichkeit und Verkörperung an den Schnittstellen von Ästhetik, Politik und Ethik neu zu überdenken. 

In fünf öffentlichen Lectures versammelt die SODA-Vortragsreihe 2019 Künstler*innen aus verschiedenen Bereichen: Tanz und Choreografie, Theater, Bildende Kunst und Film. Ihre künstlerischen Praktiken stellen jeweils spezifische Ansätze vor, durch sinnliche, performative, choreografische und symbolische Strategien auf die Welten, in denen wir leben, zu reagieren, in sie einzugreifen und an ihnen teilzuhaben. 

 

Mittwoch 18 Uhr | Studio 11 and 9 | HZT Berlin
 

24.4.2019 | Marwa Arsanios: What comes after research? | studio 11

22.5.2019 | Perel: You Make Me Sick | studio 11| mehr

29.5.2019 | Ian Kaler: Transparencies  | studio 11 | mehr

19.6.2019 | Mischa Leinkauf: Challenge Your Boundaries – A Lecture on handling Impossible Tasks  | studio 11| mehr

10.7.2019 | Çağlar Yiğitoğulları: Wunderland | studio 9 | mehr

 

Die Vortragsreihe in englischer Sprache ist kostenfrei und für alle offen. 

 

Kuratiert von Prof. Dr. Sandra Noeth in Zusammenarbeit mit den MA SODA-Student*innen Kuba Borkowicz, Bernardo Chatillon, Jason Corff, Jorge De Hoyos, Ana Lessing Menjibar, Minna Partanen und Rhyannon Wagg.

 

HZT Berlin | Uferstudios | Uferstraße 23 I 13357 Berlin

SODA LECTURES | 22.05.2019 | 18h
Perel:You Make Me Sick  

©Gerhard F. Ludwig
>©Gerhard F. Ludwig

Perel will examine the theme of diagnosis in the nearly 20 years of their performance-based practice. Thinking through Jacques Derrida’s theories on radical hospitality, Perel will view the arena of performance, of action and spectatorship, as a temporal form of home, where the host and the guest inevitably exchange roles, and by necessity, are changed by the other. Reading this theoretical proposition through the perspective of disability and queerness, the artist will overturn dominant narratives of normativity, challenging existing power structures. Through literal and metaphorical readings of parasitism, Perel will further deconstruct Derrida’s concept of ‘the stranger’ to propose a theory of vulnerability as contagion. What does the precarity of the disabled, queer subject effect in the otherwise average audience? Is the vulnerability of such a subject one which is desired or revulsed? Who desires to be touched by it and who is afraid of being contaminated? How does one account for such irrevocable effects? Perhaps it is not contamination after all, but is instead, an illusion of a center, of a fixed sense of self? And further, what if the truth of flux is in fact more stable than that of the forever recognizable self? These are questions posed by the artist, who is a ‘survivor’ - of abuse, assault, violence, discrimination, medicalization, and the arts industry, as one who knows that the key to survival is to be changed by that which feels like an impossibility, and to flourish against the odds as an impossible subject. 

 

Biography Perel is an internationally touring artist who is mainly based in New York, and works at the axis of dance, performance art, body art, installation, writing, criticism, and curatorial practices. Their research is focused on choreography and disability, ‘crip time’ and queerness, power and access, and pain and desire. Recent performances include Pain Threshold as part of American Realness 2019 in New York, and Tanztage at Sophiensaele. Perel was the first international artist in residence at Sophiensaele for the „Making A Difference“ program for disabled choreographers in 2018. Perel has received commissions from The Chocolate Factory Theater and Gibney Dance, and has been presented at Danspace Project, Judson Memorial Church, Golden Gallery, Pseudo Empire Gallery, Dixon Place, and Center for Performance Research (NY), DIVO Institute (Prague, CR) and Medium Gallery (Slovakia) among others.They hold a Master of Fine Arts from the School of the Art Institute of Chicago. 

 

Mittwoch 18 Uhr | Studio 11 | HZT Berlin


Die Vortragsreihe in englischer Sprache ist kostenfrei und für alle offen.  

 

Kuratiert von Prof. Dr. Sandra Noeth in Zusammenarbeit mit den MA SODA-Student*innen Kuba Borkowicz, Bernardo Chatillon, Jason Corff, Jorge De Hoyos, Ana Lessing Menjibar, Minna Partanen und Rhyannon Wagg. 

 

HZT Berlin | Uferstudios | Uferstraße 23 I 13357 Berlin

TANZ IM ÖFFENTLICHEN RAUM | 17.-26.5.2019
Studierende des MA Choreographie (maC) zu Gast bei den Potsdamer Tanztagen 2019

©Martin Müller
>©Martin Müller

Wie verhält sich der Einzelne in einer Welt, die sich zunehmend abstrakt und losgelöst von sozialen Zusammenhängen gestaltet? Wie reagiert der Körper auf Monotonie und Vereinheitlichung aller sinnlichen Zugänge zum Alltäglichen? Die Studierenden des Masterstudiengangs Choreographie erkunden dazu die urbane Landschaft Potsdams: Dabei verknüpfen sie Choreographie und Architektur, Individuum und Objekt und erforschen die städtische Textur mit Körper und Klängen. Im Verlauf des Festivals lassen sich sechs choreographische Annäherungen entdecken, die sich im Kontext dieser Fragen platzieren.

 

Fr. 17. Mai und Sa. 18. Mai | 17:00 Uhr | Stadtraum (genauer Ort wird bekannt gegeben)

Niels WeijerI love you teddy much


Fr. 17. Mai | 19:00 Uhr | Waschhaus Kesselhaus

Dina SennhauserPerForma - work in progress

 

Di. 21. Mai | 19:15 Uhr und So. 26. Mai | 15:15 Uhr | Treffpunkt am fabrik Café

Jasminka StenzForm für die Fremde

 

Mi. 22. Mai | 22:00 Uhr | T-Werk

Maria RutanenOscillate


Do. 23. Mai und Fr. 24. Mai | 16:00 Uhr | Hbf Potsdam, Gleis 6

Katrina Elizabeth BastianLeib bei mir 2.0


Sa. 25. Mai | 18:30 Uhr | Waschhaus Kunstraum

Kaisa NieminenCome rain, come shine

 

Alle Veranstaltungen finden in Potsdam statt. Weitere Informationen hier.

 

Eine Zusammenarbeit mit der fabrik Potsdam und den Potsdamer Tanztagen 2019.

SODA LECTURES | 29.05.2019 | 18h
Ian Kaler: Transparencies  

©Lisa Edi
>©Lisa Edi

 

# das Autobiografischeist ein Ausgangspunkt; manchmal sage ich mehr wenn ich versuche, um diesen Punkt herum zu sprechen

# das Reitenals meine erste Bewegungspraxis und Kollaboration 

# die Transparenciessind quasi aus einem Zustand der Paralyse entstanden, in einem Moment des Innehaltens und Noch-Nicht-Wissens, aber Zeit-Gebens und Atmens 

 

In Transparenciesgeht es darum, sich einzulassen, zu sehen und gesehen zu werden; es geht um Umsetzung, Übersetzung und Verarbeitung dieser Erfahrungen auf somatischer Ebene und in den Präsenz-Raum hinein. Im Rahmen der Einladung in die SODA Lectures zur Idee der ‚Diagnose‘ möchte ich im Gespräch mit Sandra Noeth und Rhyannon Wagg eine reflexive Begehungmeiner künstlerischen, performativen und choreografischen Praxis unternehmen. Ich werde anhand von Videos eine Einführung zu einigen aktuellen Stücken meiner choreografischen Reihen geben und über die Zusammenarbeit mit Künstler_Innen aus verschiedenen Disziplinen sprechen; daran anschließend werde ich eine Präsenz-Übung aus meiner Praxis vorstellen, die Grundlegendes in der Arbeit mit Körper, Figur, Raum und Rahmung vermittelt. (Ian Kaler) 

 

Biografie Ian Kaler studierteTransmediale Kunstan der Universität für angewandte Kunst Wien und absolvierte den Pilotstudiengang Zeitgenössischer Tanz, Kontext, Choreographie am HZT/Universität der Künste Berlin. Seit 2010 entwickelt er im Austausch mit unterschiedlichen Künstler_Innen Stücke in choreografischen Reihen, die von Arbeiten in (visuellen) Medien begleitet werden und international touren. Seit 2015 arbeitet Ian Kaler an der choreographischen Reihe o.T. (german acronym for untitled) in Kollaboration mit Musik-Producer Planningtorock sowie weiteren Gäst_Innen (ua. Philipp Gehmacher, Stephane Peeps Moun, Imogen Heath, Joy Leah Joseph u. Houwaide Hedfi) – bisher sind drei Stücke und ein Praxis Format in der Reihe entstanden. Neben Workshops, die er für professionelle Tänzer_Innen mit Mixed Abilities gibt, unterrichtet Ian Kaler seine Praxis für Teilnehmer_Innen mit anderen (künstlerischen) Hintergründen als dem Tanz.

 

Mittwoch 18 Uhr | Studio 11 | HZT Berlin


Die Vortragsreihe in englischer Sprache ist kostenfrei und für alle offen.  

 

Kuratiert von Prof. Dr. Sandra Noeth in Zusammenarbeit mit den MA SODA-Student*innen Kuba Borkowicz, Bernardo Chatillon, Jason Corff, Jorge De Hoyos, Ana Lessing Menjibar, Minna Partanen und Rhyannon Wagg. 

 

HZT Berlin | Uferstudios | Uferstraße 23 I 13357 Berlin

SODA LECTURES | 19.06.2019 | 18h
Mischa Leinkauf: Challenge Your Boundaries – A Lecture on handling Impossible Tasks  

©VB Bild Kunst
>©VB Bild Kunst

In connection to his artistic work, Mischa Leinkauf faced quite often unrealistic project tasks. On the one hand in terms of legal barriers, while trespassing to find the right location for shootings, for instance, and on the other hand in terms of his own physical possibilities. How to perform a handstand on the top of a church, reenacting a stunt from 1921? How to appropriate a highly secured architectural system like the subway system of Berlin in order to work there for weeks? Mischa Leinkauf’s lecture gives an insight into the development of his projects and his strategies for overcoming boundaries in order to realize artistic works.

 

Biography  Berlin raised and based artist Mischa Leinkauf works on installations and interventions dealing with the hidden possibilities of a city. Using various artistic strategies, the conversion of urban topographies and the exploration of its borders, he creates temporary irritations that allow new perspectives on 'everyday' situations. In his artistic practice, crossing the boundaries of individual freedom serves as an extension of artistic and societal scopes. To question common standards and constraints, Leinkauf "opens“ the city by using the architecture, the tools of urban spaces and his body. He is part of the artist duo Wermke/Leinkauf and has received numerous awards worldwide. His work has exhibited internationally in various solo and group exhibitions at venues such as HAM Helsinki Art Museum Finland, Moderna Museet Stockholm, Akademie der Künste Berlin, Manifesta 11 Zurich Switzerland, Museum of Contemporary Art Tokyo Japan, Museum of Contemporary Art Denmark. He has received numerous accolades for their work, including nominations for best German Short Film and European Film Award of European Film Academy. 

 

Mittwoch 18 Uhr | Studio 11 | HZT Berlin

Die Vortragsreihe in englischer Sprache ist kostenfrei und für alle offen.  

Kuratiert von Prof. Dr. Sandra Noeth in Zusammenarbeit mit den MA SODA-Student*innen Kuba Borkowicz, Bernardo Chatillon, Jason Corff, Jorge De Hoyos, Ana Lessing Menjibar, Minna Partanen und Rhyannon Wagg.

HZT Berlin | Uferstudios | Uferstraße 23 I 13357 Berlin

Masterprojekte 2019 | 14.6.-6.7.2019
Abschlussarbeiten des MA Choreographie (maC) 

©Diethild Meier
>©Diethild Meier

 

Im letzten Semester ihres zweijährigen Masterstudiums zeigen die sieben Studierenden des MA Choreographie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT) ihre Abschlussarbeiten in den Uferstudios und auf den Bühnen der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Die internationalen Studierenden kommen aus dem Iran, Finnland, der Schweiz, Niederlande, Deutschland und den USA und bringen ihre je eigene künstlerische Handschrift und Herangehensweise mit. Die Aufführungen schließen eine mehrmonatige Recherche- und Probezeit ab, in der jede*r Studierende sich intensiv mit ihren bzw. seinen individuellen Fragestellungen und Themen auseinandergesetzt hat.

 

14. + 15.6. | 19 h | Kaisa Nieminen: Come rain, come shine | HZT in den Uferstudios, Studio 14 
18. + 19.6. | 20 h | Ashkan Afsharian: Tekiyeh | HfS Ernst Busch in der Zinnowitzer Str., Bühne Oben 

21. + 22.6. | 19 h |  Dina Sennhauser: PerForma | HZT in den Uferstudios, Studio 12 
21. + 22.6. | 20.30 h |  Maria Rutanen: Oscillate | HZT in den Uferstudios, Studio 14 

27. + 28.6. | 21 h | Jasminka Stenz: REMEMBER WHY | HfS Ernst Busch in der Zinnowitzer Str., Bühne Oben 

28. + 29.6. | 19 h Niels Weijer: fluid horizons | HZT in den Uferstudios, Studio 14 
(Reservierung erforderlich: tickets@hzt-berlin.de)

4. + 5.7. | 20 h | Katrina E. Bastian: LeibBeiMir| |BodyByMe | bat Studiotheater der HfS Ernst Busch 

 

Eintritt:
Abschlussarbeiten in den Uferstudios: 4 Euro, Karten an der Abendkasse, keine Reservierung möglich

Abschlussarbeiten in der HfS Ernst Busch: 10 Euro/ erm. 5 Euro; Karten im Online Ticket-Shop und an der Abendkasse eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

SODA LECTURES | 10.07.2019 | 18h
Caglar
 YiigitogullariWunderland 

©Çağlar Yiğitoğulları
>©Çağlar Yiğitoğulları

As a performer of 41 years who both, spiritually and physically, is stuck in and bored by the coup d’état, economic crises and political pressures in the Turkish context, I have fallen out with my profession as an actor by the decision of “not acting” the texts that the theater required from me. At the same time, I emancipated myself in the field of performance where, with a background in theater, I have chosen to use contemporary theater texts in ways that create a meaningful whole in terms of form and content, keeping up both: virtuosity in executing my task as well as a certain suspicion to the medium itself. The core of my performative search consists mainly of: exploration possibilities that emerge from using body-based material in ‘ugly’, ‘bad’ or ‘wrong’ ways - vocals, gestures, mimics, attitude, expression of emotion. By doing so, I aim at creating physical, emotional and political obstacles and challenges (such as walking on glass with bare hands and feet, using the national anthem on stage, fight an extreme need to sleep creating by sleeping pills on stage, challenging dogmatic religious rules, performing with tied up hands and feet). (CaglarYiigitogullari)

 

Biography  CaglarYiigitogullaristudied Acting and graduated in 2001. The same year he went to Melbourne, Australia, to participate in movement and acting workshops for two years. In 2003, he moved to Istanbul and joined the Istanbul City Theater where he worked for 15 years on a life time contract. As an award-winning actor, he has been part in the staging of many local and foreign playwrights including Shakespeare, Beckett, Euripides, Gabriel Garcia Marquez and Ariane Mnouchkine at the Istanbul City Theatre and, in parallel, worked with Münchener Kammerspiele, with Theodoros Terzopoulos in Athens and Abattoir Ferme in Belgium. Furthermore, Caglar produced his own works in the field of contemporary performing arts and toured internationally. At the same time, the state-funded theater environment in Turkey is strongly influenced by predominant and conservative ideologies that find, e.g., expression in a strongly text-focused orientation of the theatre productions. As a consequence, Caglar left the country almost two years ago to Berlin

 

Mittwoch 18 Uhr | Studio 9 | HZT Berlin

Die Vortragsreihe in englischer Sprache ist kostenfrei und für alle offen.  

Kuratiert von Prof. Dr. Sandra Noeth in Zusammenarbeit mit den MA SODA-Student*innen Kuba Borkowicz, Bernardo Chatillon, Jason Corff, Jorge De Hoyos, Ana Lessing Menjibar, Minna Partanen und Rhyannon Wagg. 

HZT Berlin | Uferstudios | Uferstraße 23 I 13357 Berlin